„Mühlviertler Hasenjagd“ – KZ Mauthausen

Die „Mühlviertler Hasenjagd“ bezeichnet den Ausbruchsversuch und die anschließende Hetzjagd auf Gefangene des KZ Mauthausen im Februar 1945, wobei der Name reichlich euphemistisch und eine Erfindung der SS ist. Initiatoren des Ausbruchs waren Häftlinge aus Block 20 des Arbeits- und Vernichtungslagers, in dem im Januar 1945 vor allem sowjetische Offiziere und Kriegsgefangene saßen. Ausgegrabene Steine, Kohlenstücke und Holzschuhe sollten als Wurfgeschosse dienen, mit nassen Decken und Kleidungsstücken wollte man den elektronischen Zaun überwinden. Der Schaum der in den Baracken installierten Feuerlöscher wiederum sollte die SS-Männer im Wachturm ausschalten.

Am 2. Februar 1945 konnten dann ungefähr 500 Häftlinge aus Block 20 ausbrechen, nachdem die Wachmänner und SS-Truppen erfolgreich außer Gefecht gesetzt worden waren. Dennoch endete der Ausbruchsversuch für viele Flüchtling bereits auf dem Gelände des KZ; sie starben durch Maschinengewehrfeuer. Jene, denen die Flucht nach draußen gelang, versuchten sich in nördlicher Richtung durchzuschlagen und den sofort losgeschickten Suchtrupps und Einheiten von Wehrmacht, SS, Volkssturm und Hitler-Jugend zu entkommen. Insgesamt drei Wochen dauerte die Jagd auf die restlichen Flüchtlinge, die einer Treibjagd entsprechend organisiert wurde. Während die meisten Häftlinge bereits am Tag der Flucht wieder aufgegriffen und sofort erschossen wurden, überlebten letztendlich vermutlich nur 11 Offiziere. Sie konnten sich bei wohlwollenden und die Gefahr für das eigene Leben in Kauf nehmenden Bauern und im Wald verstecken.

„Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe.Hierin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben können."

Die Bibel 1. Johannesbrief 4, 8.9